Canon EOS 7D auf Konzerten, Update

Kameraporn (Erfahrungsbericht 7D, Teil 2))

Moin,

im März 2010 hatte ich → in diesem Artikel ganz frisch über die ersten Erfahrungen mit der 7D auf Konzerten geschrieben. Mittlerweile ist ein knappes Jahr vergangen und ich bin ein wenig weiter mit den gemachten Erfahrungen.

Im März 2010 sah mein Setup folgendermaßen aus: Frisch gewechselt von 3 x 20D auf 2 x 20D und 1 x 7D. Der AF der 7D – gerade auch bei schlechtem Licht – hat mich über die erste Begeisterung hinaus weiterhin überzeugt. Es gab bislang kaum eine Situation, in der ich Probleme mit der Treffsicherheit hatte. Allerdings bin ich auch nicht der Versuchung erlegen, die umfangreichen Konfigurationsmöglichkeiten im Menü alle durchzuprobieren. Messfeld-Erweiterung gewählt, bei Konzerten auf AI-Servo einstellen und gut ist’s. Die 7D trifft mit allen Objektiven – selbst mit dem 2.8er 70-200 plus 2-fach Extender. Und für den Fall der Fälle ist die Serienbildgeschwindgkeit über jeden Zweifel erhaben – auch bei RAWs. Eine schnelle Karte sollte der Kamera allerdings schon spendiert werden. Rein gefühlsmäßig halten die Akkus in der 7D auch länger durch, als in der 20D.

Die HighIso-Fähigkeiten der 7D sind mehr als brauchbar. Alles Gerede von „hohem Grundrauschen“ oder „Unbrauchbarkeit bei mehr als ISO 800“ ist totaler Humbug. Eine vernünftige Bildentwicklung vorausgesetzt, sind selbst (Konzert-) Bilder mit ISO 1.600 problemlos auf 40 x 60 cm ausbelichtbar. In Grenzsituationen bin ich auch schon auf ISO 6.400 gegangen – für’s Web geht das immer noch prima.

So… und nun sieht nach einem Jahr mein Setup folgerichtig so aus: 2 x 7D und 1 x 5D. Der 5D konnte ich nicht widerstehen, nachdem sie mir von einem Kollegen zum Sonderpreis (und nahezu neu) angeboten worden war. Damit fühle ich mich gut gerüstet und kann die 7D für Konzerte vorbehaltlos empfehlen. Nach meiner Meinung gibt es von Canon nichts Besseres für diesen Preis.

EDIT: Eine Sache muss ich noch nachtragen:

Im direkten Vergleich zur 20D neigt die 7D bei extremem Dynamikumfang im Bild zu einer leichten bis deutlicheren Überbelichtung. Das hat mich immer etwas gestört, wenn ich mitten in der Action auf der Bühne die Kamera gewechselt habe und umdenken musste. Dank RAW ist das zwar kein großes Problem – aber dennoch…

 
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