Deichbrand Festival 2011, Tag 1

Deichbrand Festival 2011 | lost & found

Moin,

gerade spielen (am zweiten Tag am frühen Abend) „Kettcar“ und es ist ein wenig Zeit, vom Festivalgeschehen des ersten Tages zu berichten:

Deichbrand Festival 2011 | lost & foundDeichbrand Festival 2011 | lost & foundDeichbrand Festival 2011 | lost & foundDeichbrand Festival 2011 | lost & foundDeichbrand Festival 2011 | lost & foundDeichbrand Festival 2011 | lost & foundDas Frühstück im Hotel findet in Gesellschaft eines kompletten Altenheimes statt, welches sich anscheinend auf einem Betriebsausflug befindet. So viele Rollatoren habe ich noch nie auf einem Fleck parken sehen. Egal – eines Tages werde ich auch alt, dann aber bitteschön ohne solch eine Betreuung, wie ich sie hier erleben muss.

Schwimmbadbesuch im Hotel fällt flach, stattdessen Sachen packen, Navi füttern und los geht’s. Der zweite Ort, durch den ich komme, hat einen merkwürdigen Namen… Danach geht’s 4,8 Kilometer schnurgeradeaus, gefolgt von einer leichten Linkskurve und dann noch einmal 2,7 Kilometer ohne Lenkbewegung. Am Festivalort angekommen stehe ich erst einmal im Stau und danach dauert es eine Weile, bis ich den Presseparkplatz gefunden habe. Fotopass und Pressebändsel holen ist kein sehr großer zeitlicher Aufwand. Noch länger dauert es allerdings, bis ich auf dem Gelände die „Pressepagode“ lokalisiert habe – kein Mensch weiß Bescheid. Aber, alles wird gut und ich kann mich häuslich einrichten – zuvor konnte ich auf meinem Rundwanderweg tausende von Campern und ihre besondere Lebensart bestaunen.

Der erste Gang über das Gelände lässt mich zwei gigantische Bühnen erblicken, die „Fire-Stage“ und rechts daneben die „Water-Stage“. Auch die sanitären Anlagen fallen sofort ins Auge: Es sind die wunderlich gestylten grünen und grauen Plastikpilze – ich identifiziere ihren Verwendungszweck erst am wohlbekannten Geruch ähnlicher Einrichtungen an anderen Orten. Apropos „Pilze“: Direkt vor dem Pressezelt wächst tatsächlich ein echter aus der Wiese.

Im Pressezelt gibt’s irgendwann leckere Kuchenstücke (später noch lecker belegte Brötchen) und ein paar Tropfen Kaffee für jeden, dafür entweder Strom oder WLAN – beides gleichzeitig stellt die Technik-Crew anscheinend vor eine nicht zu bewältigende Aufgabe. (Allerdings wurde es später besser.)

„Besser“ ist leider nur ein frommer Wunsch, das Wetter betreffend. Es ist kalt, stürmisch und mitunter kommt der Regen waagerecht – Hochsommer in Norddeutschland halt. (Während einiger kurzer Momente mit WLAN tickert hier bei einem Kollegen die Meldung durch, dass das zeitgleich stattfindende „Ostsee-Rock-Festval“ in Bad Doberan kurz vor dem Absaufen steht. Ob bei „Take That“ in Hamburg die Leute wohl auch so gestraft sind?

Das Fotografieren aus dem Graben ist relativ problemlos, erst ab den „Broilers“ wird die Herde Fotovieh geschlossen in den Graben getrieben – die sollen schließlich einer der Mainacts sein. Für mich klingen die allerdings nicht so, aber vermutlich bin ich intolerant… Schwierig ist es allerdings, aus den „Schießscharten“ im Graben heraus zu brauchbaren Bildern zu komen. Da ist es sehr eng und der Blickwinkel ist seitlich eingeschränkt. Erschwerend kommt noch hinzu, dass der Winkel wegen der Bühnenhöhe zusätzlich nur steil nach oben zeigt.

Die Fahrt zurück ins Hotel findet im strömenden Regen statt, im Hotel angekommen mag ich nur noch die Bilder vom Notebook auf die externe HD sichern und dann fallen mir auch schon die Augen zu.

Mein letzter Gedanke vor dem Einschlafen ist: „Am Sonnabend bleibt alles anders!“