Vielen ist Ray Wilson vielleicht aus seiner Zeit bei „Genesis“ bekannt, als er für Phil Collins als Sänger einsprang und auch am Album „Calling all Stations“ kompositorisch mitwirkte. Wer Ray Wilsons Karriere etwas aufmerksamer verfolgt, der weiß auch von einer Zusammenarbeit mit den „Scorpions“ und weiß vielleicht auch, dass er schon über 30 Jahre im Geschäft ist und in dieser Zeit bereits etliche eigene Alben herausgebracht hat.
Nun steht er also hier auf der Bühne und seine Begleitband besteht aus Gitarre, Bass/Sax, Violine, Keyboards und Drums und wirkt sehr eingespielt und harmonisch. Stellenweise gibt’s Szenenapplaus, wenn der Bassist mit seinem Saxofon nach vorne kommt und sehr gefühlvolle Soli spielt.
So ist es auch nicht verwunderlich, dass das heutige 100-minütige Set mit Klassikern von „Genesis“ startet und auch überwiegend aus diesen besteht. Erstaunlich und erfreulich zugleich ist für mich, dass von Ray Wilson auch Solostücke von Phil Collins und Peter Gabriel gespielt werden. Zum Abschluss kommt sogar noch etwas von Bob Dylan dran, zuerst ganz alleine begleitet von der akustischen Gitarre, später kommt noch die Band dazu. (Einzig, dass der Saxophonist „Baker Street“ von Gerry Rafferty nur angespielt, aber dann abgebrochen hat, könnte ich ihm übel nehmen …). Beeindruckend ist für mich, wie textsicher das Publikum selbst bei den „fremden“ Songs ist.
Fazit: Wer Ray Wilson einmal live erleben kann, der sollte hingehen – es lohnt sich.






















