Dritter Tag auf dem Shelter Festival 2026, es ist nicht mehr heiß und sonnig, dafür windig und es herrschen „arktische“ Temperaturen von unter 20° C – dafür ist es aber trocken. Zu früher Stunde um 15:00 ist das Infield schon gut gefüllt (gefühlt sind mehr Besucher da als im letzten Jahr).
Vertraute Klänge aus Down Under werden von einer fünfköpfigen Hamburger Combo dargeboten: „AC Dynamite“ bitten zum Tanze mit dem Opener „Hell ain’t …“. Das Publikum ist von den ersten Akkorden gleich voll mit dabei und steigert sich noch im Verlauf des 75-minütigen Slots.
Was „AC Dynamite“ hier bieten, möchte ich als „Raw AC/DC“ beschreiben: Spielfreude pur und völlig unprätentiös. Der sehr gradlinig und druckvoll daherkommende Sound kommt klar und gut über das gesamte Infield, endlich einmal keine Leadgitarre, die alles andere „totbrät“ – was ja leider bei AC/DC-Tributebands häufiger vorkommt. Dazu kommt noch, dass alle Musiker auf die übliche „Kostümierung“ und Choreografie verzichten, also auch kein „Angus“ in Schuluniform von links nach rechts über die Bühne tobt. Hier geht es um die pure Musik, und das machen „AC Dynamite“ gut. Einzig der Stimme des Sängers ist in manchen Passagen die Mühe anzuhören, dem gepressten Gesang von Brian Johnson vollends gerecht zu werden – aber das ist schon Meckerei auf hohem Niveau.
Fazit: Publikum und Fotograf sind zufrieden – und das ist die Hauptsache.














