Hotels

bed and breakfast im Saarland

Moin,

neulich hatte ich ja schon ein Hotelzimmer mit Dusche, bei dem
das WC → aufpreispflichtig war. Letztes Wochenende war ich klüger und buchte gleich ein Hotel, welches auf der Webseite einen guten Eindruck hinterließ, günstig vom Preis und von der Lage her erschien und sogar drei Sterne hatte.

Und dann stehe ich also nach über sieben Stunden Autofahrt und diversen Staus vor verschlossener Tür. Die zum Hotel gehörige Pizzeria hatte am Sonnabend um 19:00 Uhr geschlossen und auch sonst ist alles dunkel. Also vor dem Haus das Handy gezückt und im Haus angerufen – zum Glück geht jemand ran und ich höre: „Ich schicke gleich meinen Sohn raus, der lässt Sie rein.“

Der freundliche Sohn erbarmt sich also meiner, führt mich über einen schneeglatten und dunklen Hinterhof in ein noch dunkleres Treppenhaus mit knarzenden Holztreppen. An meiner Zimmertür klebt ein großes rotes Gummibärchen statt einer Nummer und die Tür öffnet sich: Voilá – ein schönes großes Zimmer! Sogar eine kleine Willkommensvesper ist auf einem der beiden Tische im Zimmer angerichtet. Das sieht doch gut aus.

Dann – nach der Übergabe des Schlüsselbundes (auch mit rotem Gummibärchen dran) – die Frage Nummer eins:
„Wann reisen Sie morgen wieder ab?“
„So gegen 10:00 Uhr.“
„Wollen Sie vorher noch frühstücken?“
Hä?! Das hatte ich doch mit gebucht, was soll denn diese Frage? „Ja, das wollte ich.“
„Kein Problem, Wurst und Käse für’s Frühstück finden Sie hier im Kühlschrank.“
„Ah ja…“
„Ach ja, noch etwas: Leider hat uns der viele Schnee die Sat-Anlage etwas dejustiert, deshalb funktionieren im ganzen Hotel die Fernseher nicht. Ich wünsche Ihnen aber dennoch einen angenehmen Aufenthalt. Die Bezahlung können Sie morgen im Wohnhaus auf der anderen Seite des Hofes erledigen. Brauchen Sie übrigens eine Rechnung?“

Komisch, jedes zweite Mal, wenn ich im Saarland übernachte, passiert mir etwas Vergleichbares. Eigentlich gibt’s nur das Schwimmbad-Hotel in Lebach, wo ich bislang jedes Mal rundherum zufrieden war, das Haus in Völklingen war eine Katastrophe (oder Realsatire – je nachdem) und Homburg war auch nicht unbedingt das Gelbe vom Ei…

Und zum Beweis des Ganzen oben paar Eindrücke aus Heiligenwald: Zu sehen sind der bereits am Abend im Zimmer liebevoll eingedeckte Frühstückstisch, das reichhaltige Büffet im Kühlschrank und die leider durch den Schnee indisponierte hochwertige TV-Ausstattung meines Zimmers.

Erwähnte ich eigentlich schon die fürstliche Ausstattung des Zimmers mit Plastik-Gartenstühlen aus dem Baumarkt?