London, Tag 2

London 2011, Royal Albert Hall

So… der erste volle Tag in London steht an und mit gepacktem Rucksack (Kameras für das Konzert am Abend) geht’s mit dem Vorortzug und anschließend mit der Tube in die City. Die Royal Albert Hall ist schnell gefunden – somit steht dem abendlichen Konzert keine lange Sucherei im Weg.

London 2011Auf dem Weg in die City laufe ich doch glatt an einem „Hard Rock Café“ vorbei und traue mich auch tatsächlich in den (separaten) Merchandise Shop hinein: Ein Fehler! Gefühlte 3.000 Besucher darinnen, laute Musik und drastisch überteuerter Tinnef und Tand in den Regalen und auf den Kleiderständern. Die erste Reaktion ist „Nix wie raus hier!“, die zweite Reaktion ist Ratlosigkeit: „Warum nur kommt man hier zwar schnell rein, aber nur langsam wieder raus?“.

Zum Glück schaffe ich es dann doch noch wieder auf die Straße und erhole mch erst einmal in einem nahe gelegenen Park, bevor ich (wie Millionen anderer Touristen auch), den Weg zum Buckingham Palace antrete. Alles dort ist schon eine riesige Baustelle ob der bevorstehenden Hochzeit von William und Kate: Gigantische Tribühnen für die Medien werden aufgebaut, Blumenschmuck hinter Bauzäunen überall und dazwischen die üblichen Menschenmengen – der ganz normale touristische Wahnsinn halt, nur noch verschärft um den Faktor „Royal Wedding“.

Ich beschließe zuLondon 2011rück nach Kensington zu schlendern (ein höheres Tempo lassen die 26° C und der schwere Rucksack auch nicht zu) und die Zeit bis zum Konzert mit einem Abendessen im „Café Consort“ der RAH zu verbringen. Anschließend hole ich mir meinen Fotopass – und das ist eine Story für sich:

Der freundliche Mitarbeiter am Counter hinter der Tür „Stage Entrance“ holt mir sofort den Tourmanager von „Brit Floyd“ ans Telefon und dieser teilt mir – ebenfalls sehr freundlich – mit, dass mein Pass im „BoxOffice“ der Hall zur Abholung bereit läge. Zu Glück ist das nur eine Tür weiter, los geht’s also von „Door 11“ zu „Door 12“. Nach kurzer Warterei bekomme ich dort auch meinen Pass und nun wird’s spannend: An einem der vielen Haupteingänge („Door 3“) werde ich abgewiesen, da ich kein Ticket habe, ich möge doch bitte „Stage Entry“ („Door 11“) nutzen. Dort schaffe ich es doch tatsächlich durch zwei Türen (nach Telefonat von Counter zu Tourmanagement), um anschließed aber wieder mit freundlichen Worten hinauskomplimentiert zu werden. Hmmm… Der nächste Selbstversuch, in die Halle zu gelangen, führt mich zwar zum nächsten Haupteingang („Door 9“) aber immer noch nicht in die Halle. Also nächster Versuch: Zurück zu „Door 3“ – immerhin kennen die dort schon mein Gesicht. Und das Wunder passiert: Nach einer kurzen Erklärung der gesamten Umstände darf ich tatsächlich passieren und ein breites Grinsen legt sich auf mein Gesicht.
Royal Albert Hall, LondonDas Innere der Halle stellt sich als gewaltiges Labyrinth dar: Irgendwo lese ich etwas von „Arena“, da werde ich wohl hinmüssen, aber wo zum Teufel ist „Stairs 6“, die dorthin führt? So, wie ich vorhin die Halle von außen mehrere Male umkreist habe, so umkreise ich sie nun von innen – bis mir ein weiterer sehr freundlicher Mitarbeiter dort den Weg weist.

Nach ca. 5 Minuten Wegstrecke bin ich in der Arena und purzele in die Reste der Stellprobe mit dem Schülerchor. Zwei weitere freundliche Mitarbeiter weisen mich noch darauf hin, dass ich nur die ersten vier Songs fotografieren darf (das Management hatte drei Songs erlaubt) und mit einem der Mtarbeiter komme ich noch ins Gespräch über Hallen in Kontinentaleuropa.

Und dann begann das Konzert und danach die problemlose Rückfahrt per „Tube“ und Vorortzug – ein langer Tag war zu Ende.

 
Kommentare
Paul Harrison

I was at the Brit Floyd gig and have really enjoyed your blog here …. I needed to view your ‚untranslated‘, original pages to see any pictures from the evening but unfortunately couldn’t open the thumbnail versions … Oh well, never mind …
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Thankyou so much

Paul

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