Unheilig, 21.08.2011, Coburg, Schlossplatz

Unheilig auf rockpixx.com

Der dritte Supportact war ausgefallen, also kommt „Er“ früher als vorgesehen auf die Bühne und die Massen danken es ihm – bis hinauf zum „Familienbereich“ hoch über dem Schlossplatz, wo tausende Erwachsene mit ihren Kindern sich niedergelassen haben. So eine Einrichtung verdient Anerkennung gegenüber den dafür Zuständigen.

Es geht also los: Auf der Bühne ein riesiger Schiffsrumpf im Hintergrund, dazu unzähliger Kerzen und vom Band erklingt als Intro „Für mich soll’s rote Rosen regnen“ von der unvergessenen Hildegard Knef. Das Publikum ist selbst hier erstaunlich textsicher und der Refrain aus vielen tausend Kehlen sorgt für die erste Gänsehaut des Abends. Als die Band nach dem Countdown auf den beiden Videowalls dann loslegt und „Der Graf“ die Bühne betritt, gibt’s bei ihm und beim Publikum kein Halten mehr. Sein typischer schwarzer Anzug und das weiße Hemd sind binnen kürzester Zeit schweißnass und zum Glück für die zahlreich versammelten Fotografen kommt er auf dem Catwalk vor der Bühne auch oft genug nach vorne, so dass zumindest ein paar brauchbare Bilder zustande kommen. Die Performance von „Unheilig“ – speziell die ihres Frontmannes – ist gewohnt energiegeladen und durchweg professionell. Und bei aller Kommerz-Kritik eingefleischter Fans aus der schwarzen Szene: Mir ist eine solide kommerzielle Vorstellung immer noch lieber als amateurhaftes Musizieren für Minderheiten.

Fotos: Alex | Text: Alex

 

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