Hämatom, 09.05.2013, Wallsbüll Open Air, Wallsbüll

Hämatom

Was machen Musiker, wenn Sie im Alltag unbehelligt von Fans auf die Straße gehen wollen? Genau – sie bleiben in ihren vier Wänden! Quatsch, es geht natürlich auch anders, wie „Nord“, „Ost“, „Süd“ und „West“ (die Musiker von „Hämatom“ nennen sich wirklich so) beweisen: Maske auf und ab auf die Bühne.

Da stehen sie nun also und machen Musik, deutsch, laut und nicht gerade von der soften Art aber dennoch nicht unmelodiös. Damit man sie auch besser sehen kann, stehen sie oft leicht erhöht auf kleinen Podesten hinter den Monitorboxen. Und zum ersten Mal auf diesem Festival bringt es auch Spaß, den Nebel und die Lichter auf den Fotos festzuhalten – die heraufziehende Dunkelheit macht es möglich.

Zwei nettte Showeinlagen sollen nicht unerwähnt bleiben:

Bei „Willkommen im Neandertal“ (ursprünglich von der EAV) malträtiert ein über die Bühne tobender Gorilla seine Trommel und bei „Wer hat Angst“ haben wir es – je nach persönlicher Einstellung – mit Blasphemie, Ketzerei, Verunglimpfung oder schlichten Wahrheiten zu tun: Ein hoher kirchlicher Wüdenträger im vollen Ornat beehrt die Bühne mit seiner Anwesenheit, blättert in einem Erotikmagazin, findet Gefallen daran, begeht an sich – wiederum je nach persönlicher Einstellung – wohltuende oder unzüchtige Handlungen, um dann zum feuchten Finale das Publikum in den ersten Reihen mit einem riesigen Dildo nass zu machen. Politisch korrekt wurde allerdings auf „die Zigarette danach“ verzichtet…

Fotos: Alex, Anja | Text: Alex

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