Skinny Molly, 01.11.2013, Kiel, Räucherei

Skinny Molly, 01.11.2013, Kiel, Räucherei

So… nach all den OpenAirs im Sommer auf den Monsterbühnen mit gigantischem Licht wie in → Wacken, auf dem → Deichbrand oder auch dem → Baltic OpenAir, nach all den Acts, die bei Tageslicht gespielt haben, wie auf der → Kieler Woche oder in Soltau beim → DSDS Superstar OpenAir, stehe ich also nun warm und trocken in der Räucherei in Kiel und suche meinen Restlichtverstärker. Es kommt das gleiche Gefühl auf, wie schon im März bei → Jessy Martens & Band an gleicher Stelle: Eine niedrige Bühne, kein Graben und kuschelig eng, warm und dunkel. Es wird wieder einmal ein Abend der kameratechnischen Herausforderung!

Vor mir entern die vier Musiker von „Skinny Molly“ in Griffweite die Bühne und legen los mit gepflegtem Südstaaten Rock. Wem der Bandname nichts sagt und wer auch mit dem Begriff „Südstaaten Rock“ nichts anfangen kann, der hat aber bestimmt schon einmal etwas von „Lynyrd Skynyrd“ gehört oder deren Hit „Sweet Home Alabama“. Und in ebendieser Band war auch Gitarrist Mike Estes schon Mitglied, der da nun ganz dicht vor mir steht, spielt und singt.

Zur Musik als solcher gibt’s eigentlich gar nicht viel zu schreiben: Da erklingt erdiger, druckvoller und dennoch sehr melodiöser Rock aus den Boxen, die Musiker gehen sehr unprätentiös zu Werk und es ist schon korrekt, wenn das musikalische Schaffen von Mike Estes beschrieben wird als „Bindeglied zwischen altem und zukünftigem Südstaaten Rock“. Mir gefällt, was ich da höre (zwischendurch sogar einmal eine „Bottleneck“) und so bleibe ich auch noch ein wenig länger, nachdem ich meine Kameras schon wieder eingepackt habe und höre einfach nur zu.

Es gibt halt Konzerte, die sind einfach nur dunkel und dennoch angenehm…

 

Fotos: Alex | Text: Alex

 

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